Januar 03, 2008
Das Lottojahr 2007: Rekordjackpot und 122 neue Millionäre
Das Lottojahr 2007 endete so, wie es begonnen hatte: mit zwei Millionengewinnen. Bei der letzten Ziehung des Jahres am vergangenen Samstag, 29. Dezember, durfte sich ein Lottospieler aus Mecklenburg-Vorpommern über rund 3,2 Millionen Euro freuen. Und auch in der Glücksspirale gab es kurz vor Silvester noch einen Hauptgewinn. Die monatliche Sofortrente von 7500 Euro sicherte sich ein Spielteilnehmer aus Baden-Württemberg.
Das herausragende Ereignis im zurückliegenden Lottojahr war zweifelsohne der Rekordjackpot mit über 45 Millionen Euro. Geknackt wurde der höchste Jackpot der mehr als 50-jährigen Lottogeschichte am 5. Dezember 2007 von drei Spielteilnehmern, die jeweils rund 15,1 Millionen Euro gewannen. Zuvor hatte sich der Gewinntopf der ersten Klasse über zwölf aufeinander folgende Ziehungen aufgebaut, so lange wie nie zuvor.
Dass dies kein gewöhnliches Lottojahr werden würde, ließ schon die erste Ziehung des Jahres am 3. Januar 2007 erahnen, als ein Spielteilnehmer aus Sachsen gleich zum mehrfachen Millionär wurde. Und auch das Spiel 77 sorgte zu Jahresanfang für Freude, als ein Lottospieler aus Nordrhein-Westfalen in der Zusatzlotterie 1,27 Millionen Euro gewann.
Im Jahr 2007 gelangten so bundesweit insgesamt 122 Spielteilnehmer in den Club der Millionäre, acht Gewinner mehr über alle Spielarten verteilt als im Vorjahr. Über den Jahres-Rekordgewinn von 17,6 Millionen Euro durfte sich ein Lottospieler aus Niedersachsen freuen, der Anfang Juli die sechs Richtigen in Verbindung mit der passenden Superzahl auf seinem Spielschein angekreuzt hatte.
80 der insgesamt 122 Neumillionäre erzielten ihr Glück im Lotto 6 aus 49, acht mehr als im Vorjahr. Insgesamt 436 Mal erfüllte sich 2007 im Lotto der Traum von den sechs Richtigen. 26 Spielteilnehmer freuten sich dank der Zusatzlotterie Spiel 77 über einen siebenstelligen Gewinn. Durch die Teilnahme an der täglichen Zahlenlotterie Keno wurden drei Spielteilnehmer zu Millionären. Bei der Lotterie Bingo, die nur in manchen Bundesländern angeboten wird, waren es ebenfalls drei Glückspilze. In der Toto-Auswahlwette 6 aus 45 wurde ein Spielteilnehmer aus Rheinland-Pfalz zum mehrfachen Millionär und in einer regionalen Sonderauslosung in Baden-Württemberg gewann ein Lottospieler zu Weihnachten 1 Million Euro. Acht Spielteilnehmer können sich über den Hauptgewinn der Glücksspirale freuen. Sie erhalten lebenslang eine monatliche Sofortrente von 7500 Euro. Insgesamt 559 Spielteilnehmer gewannen in der Zusatzlotterie Super 6 jeweils 100.000 Euro.
Doch nicht nur Lotto verzeichnete im Jahr 2007 Rekorde und neue Bestmarken. Auch der traditionsreiche Toto sorgte für einige Höhepunkte. Den Anfang machte ein Tipper aus Hessen, der im Mai in der 13er-Wette mit über 580.000 Euro einen neuen Gewinnrekord aufstellte. Zu diesem Zeitpunkt lag der Jackpot in der Toto-Auswahlwette 6 aus 45 bereits über 1,5 Millionen Euro - und er sollte noch eine ganze Weile weiter wachsen. Erst Anfang September glückte einem Totofreund aus Rheinland-Pfalz das Kunststück, die sechs Richtigen in der Auswahlwette korrekt vorauszusagen - und eine fast achtmonatige Durststrecke ohne einen einzigen Toto-Sechser zu beenden. Der Pfälzer durfte sich über den Rekordgewinn von rund 6,33 Millionen Euro freuen.
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Januar 01, 2008
34 ist die Lottozahl des Jahres 2007
Die meistgezogene Lottozahl des Jahres 2007 ist die 34. Zwar erreichte sie ihr Top-Ergebnis aus dem Jahr 2002, als sie mit 24 Treffern ebenfalls Lottozahl des Jahres wurde, nicht ganz, doch die 22 Auftritte im zurückliegenden Jahr bescherten ihr erneut die Bestmarke. Bei der entscheidenden Ziehung des Rekordjackpots von über 45 Millionen Euro Anfang Dezember gehörte die 34 übrigens nicht zu den sechs Gewinnzahlen. Glück und Pech lagen, wie so oft im Lotto, nah beieinander. Zahlennachbar 35 beispielsweise bildet 2007 mit nur fünf Treffern das Schlusslicht.
Bei den 104 Ziehungen des Jahres 2007 (je 52 am Mittwoch und Samstag), wurden 624 Gewinnzahlen ermittelt. Zu den meist gezogenen Zahlen zählten neben der 34 die 31 (19 x), 49 (18 x) sowie die 3 und 23 (je 17 x). Auf den weiteren Plätzen folgen die 8, 11, 13, 14 und 33, die jeweils 16 Mal in Erscheinung traten. In den Jahren 2004 und 2006 gehörte die 5 noch zu den Zahlen des Jahres, 2007 ist sie dagegen ziemlich abgestürzt. Lediglich sieben Mal war die 5 in den Gewinnreihen vertreten. Damit zählt sie neben Schlusslicht 35 (5 x), der 48 (6 x), 21, 32 und 46 (je 8 x) zu den 2007 am wenigsten ausgelosten Lottozahlen.
In der Gesamtwertung liegt sie zwar
noch immer einsam an der Spitze, aber sie hat Gesellschaft bekommen im
Club der 600er – die 38! Mit 614 Treffern seit Einführung des Lottos
vor 52 Jahren rangiert die 38 vor der 26 (608) und der 25 (601).
Verfolger dieses Trios sind die 27 und 49 (je 599) sowie die 43, die es
auf 598 Treffer brachte.
Von wegen Schattendasein! Die ominöse 13
gab 2007 Gas, kam 16-mal als Gewinnzahl vor. Ein Ergebnis, das über dem
theoretisch zu erwartenden Mittelwert von rund 13 Ziehungen pro Jahr
liegt. In der Gesamtwertung ist die 13 jedoch weiter Schlusslicht. Mit
503 Treffern liegt sie deutlich hinter der 28 (525 x) und 45 (528 x).
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Dezember 01, 2007
26 Europapokal-Spiele unter Manipulationsverdacht
Dem SPIEGEL zufolge stehen auf der Uefa-Liste zwölf Qualifikationsspiele für den Uefa-Cup, acht UI-Cup-Spiele, drei Qualifikationsspiele für die Champions League, zwei Uefa-Cup-Spiele und ein Qualifikationsspiel für die Europameisterschaft im kommenden Sommer. 15 der fraglichen Begegnungen fanden in der laufenden Saison statt, elf weitere wurden der Uefa von Wettüberwachern von Juli 2005 bis November 2006 gemeldet. Die überwältigende Mehrheit der Vereine, denen Manipulation unterstellt wird, kommt aus Ost- und Südosteuropa (unter anderen Bulgarien, Georgien, Serbien, Kroatien und dem Baltikum). Die Uefa hat sich wegen des Betrugsverdachtes an die europäische Polizeibehörde Europol gewandt, weil der Verband die "Integrität unserer Wettbewerbe in Gefahr" sieht und mit den eigenen Sanktionsmöglichkeiten bei der Bekämpfung der Korruption an seine Grenzen stößt.
Laut SPIEGEL reisten Anfang November fünf Funktionäre in die Europol-Zentrale nach Den Haag und übergaben ein 96 Seiten umfassendes Dossier. Am Beispiel von vier Europapokal-Spielen aus diesem Sommer wird darin detailliert beschrieben, mit welchen Methoden Wettbetrüger die Ergebnisse manipuliert haben sollen. Das Zentrum der Wettmafia sieht die Uefa in Asien. Anders als in Europa, wo Zocker sich häufig ausweisen müssen, die Einsätze vielerorts auf dreistellige Euro-Summen begrenzt sind und Hightech-Betriebe wie Betradar innerhalb weniger Sekunden verdächtige Quotenbewegungen feststellen und Alarm schlagen können, kennt die Wett-Szene in Fernost praktisch keine Beschränkungen. Ein Paradies für Betrüger.
"Leute, die ein Spiel verschoben haben, können leicht ein bis zwei Millionen Euro pro Spiel setzen und einen Gewinn in etwa gleicher Höhe damit erzielen", heißt es in dem Dossier. "Bei bedeutenderen Turnieren kann die Summe ungleich höher sein." Die Uefa hofft, dass Europol den Komplex Wettmanipulation im Profisport in die Octa aufnimmt, eine Bedrohungs- und Gefährdungsanalyse zur Organisierten Kriminalität. Sie wird jährlich erstellt und legt langfristig Prioritäten bei der internationalen Verbrechensbekämpfung fest. Bereits Anfang Oktober hatten Uefa-Vertreter beim Wiesbadener Bundeskriminalamt in der Abteilung Organisierte Kriminalität vorgesprochen.
Fußballwetten zur Geldwäsche
Damals ging es um einen engeren Austausch mit den Ermittlern. Die Europol-Beamten interessieren sich besonders für das Thema Geldwäsche. Es besteht kein Zweifel daran, dass Wettmanipulation der geradezu perfekte Weg ist, Einnahmen aus dem Drogenhandel, der Prostitution oder aus Waffengeschäften mühelos zu vervielfachen und ungehindert in Umlauf zu bringen. Europas Fußball war in den den vergangenen Jahren immer wieder mit Wettbetrug konfrontiert worden. Im Sommer 2004 wurden drei italienische Fußballclubs mit Punktabzug und Geldstrafen belegt. In Deutschland mussten der Schiedsrichter Robert Hoyzer und der kroatische Wettpate Ante Sapina Ende 2005 ins Gefängnis, weil sie gemeinsam Spiele verschoben hatten. Im tschechischen Fußball wurden im Oktober dieses Jahres sieben Schiedsrichter und drei ehemalige Funktionäre verurteilt, weil sie ebenfalls Spiele manipuliert hatten. Insgesamt sind seit der Jahrtausendwende 20 Skandale offen gelegt worden.
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Juli 31, 2007
Werden Sportwetten und Lotto in Deutschland bald getrennt?
Das Monopol auf Sportwetten soll wegfallen, das Lottomonopol soll bestehen bleiben. Für diese Lösung sprechen sich Landespolitiker von CDU und FDP nach einem Bericht von Focus-Online http://www.focus.de aus. Das Ziel: Eine Trennung von Sportwetten und Lotto in Deutschland. „Wir wollen einen dualen Wett- und Lottobereich, wie ihn auch die EU-Kommission befürworten würde“, erklärte beispielsweise Jörg Bode, innenpolitischer Sprecher der niedersächsischen FDP-Landtagsfraktion. Der schleswig-holsteinische CDU-Abgeordnete Hans-Jörn Arp sowie Mike Mohring, Vorsitzender der finanzpolitischen Sprecher der Unionsfraktionen in den Bundesländern, plädieren ebenfalls für eine ihrer Meinung nach „vernünftige Lösung“. Beschreite man diesen Weg, könne in Deutschland das Entstehen eines so genannten Graumarkts verhindert werde. Nur so könne der Staat auch weiterhin das Glücksspiel kontrollieren.
Nach Darstellung des Focus sprechen sich die genannten Politiker damit für das Modell aus, das EU-Kommissar Charlie McCreevy favorisiere. Er habe zu verstehen gegeben, dass die Kommission „in keiner Weise die Existenz und Fortsetzung der Ländermonopole für Lotto/Toto oder andere Glücksspiele“ in Frage stellen werde, sollten die Bundesländer den Sportwettenmarkt für private Anbieter öffnen. Der derzeitige Glücksspielstaatsvertrag der Länder sei nicht verfassungskonform und verletze die europäische Dienstleistungsfreiheit, so die Auffassung der EU-Kommission.
„Bei Sportwetten geht es in erster Linie um Spaß und Spannung. Viele Menschen mögen sportliche Wettkämpfe und haben einfach ihr Vergnügen daran, in Wettlokalen oder online auf den Ausgang eines Fußballspiels oder eines Tennis-Matches zu wetten. Leider haben die juristischen und politischen Winkelzüge den Fun-Charakter von Sportwetten in den Hintergrund gerückt. Alle Welt redet nur noch über Monopole, staatliche Verbote oder finanzielle Einnahmen. Meiner Meinung nach spielen die legitimen Interessen mündiger Bürger, die selber entscheiden wollen, wie viel ihnen ihr Hobby wert ist, bei all diesen Diskussionen kaum eine Rolle“, sagte Yvonne Dickinger vom österreichischen Wettanbieter Wettcorner, einer einhundertprozentigen Tochter des Düsseldorfer Sportwettenanbieters Stratega-Ost, gegenüber dem Online-Magazin NeueNachricht .
Das Münchner Nachrichtenmagazin meldet Zweifel an, ob das Sportwetten-Monopol in Deutschland in den kommenden Jahren fallen werde. Die Mehrheit des Ministerpräsidenten wolle es nämlich aufrechterhalten. „Sollte das Monopol in Deutschland weiter aufrecht erhalten werden, geht die Welt auch nicht untern“, kommentiert Dickinger. „Deutschland ist nicht der Nabel der Welt, auch nicht bei den Sportwetten. Natürlich tun mir die wettbegeisterten Bundesbürger leid, denen der Staat sozusagen in die Suppe spuckt. Die privaten Anbieter von Sportwetten werden aber andere Wege finden und die lukrativen übrigen Märkte in Europa erschließen."
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Juni 15, 2007
Umsatzeinbruch bei Sportwetten setzt WestLotto zu
Der Glücksspielanbieter WestLotto hat 2006 Umsatzverluste in zweistelliger Millionenhöhe hinnehmen müssen. Bei der Vorstellung der Bilanzen sagte Geschäftsführer Winfried Wortmann am Donnerstag in Düsseldorf, das Unternehmen habe 2006 einen Umsatz von rund 1,77 Milliarden Euro erzielt. Das entspreche einem Rückgang von rund zwei Prozent oder knapp 37 Millionen Euro gegenüber 2005.
Hauptgrund für die Entwicklung sei der Umsatzeinbruch im Bereich Sportwetten gewesen, sagte Wortmann. Hier seien die Einnahmen um 21,5 Prozent zurückgegangen. Als Grund machte Wortmann die Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts aus.
Das Gericht hatte im März 2006 der Politik aufgetragen, das staatliche Glücksspiel strikt am Spielerschutz und an der Spielsuchtprävention auszurichten. Die Landesregierung wies daraufhin WestLotto an, bei Vertrieb, Werbung und Vermarktungspolitik streng auf diese Ziele sowie den Jugendschutz zu achten. Außerhalb von Lottoannahmestellen warb WestLotto daher nicht mehr für Sportwetten. Private Anbieter hätten hingegen ihre Werbemaßnahmen verstärkt, sagte Wortmann.
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März 28, 2007
Auto gewonnen – Hartz IV gestrichen
Glück im Spiel, Pech mit Hartz IV könnte man das nennen, was jetzt einem Familienvater widerfahren ist. Da gewinnt der arbeitslose Mann aus Iserlohn ein Auto und prompt wird ihm das Arbeitslosengeld II gestrichen. Zu Recht wie das Sozialgericht Dortmund am Montag urteilte (AZ: S 27 AS 59/07 ER).
Zehn Monate lang muss der ALG-II-Empfänger nun auf Leistungen verzichten. So lange, bis der Fahrzeugwert erreicht ist. Denn, so die Begründung der Arbeitsgemeinschaft Märkischer Kreis, das Auto müsse als einmaliges Einkommen gewertet und erst entsprechend verwertet werden. Das bestätigte nun auch das Sozialgericht. Als Einkommen gelte, was man während der Zeit der Leistungsbezüge an Werten hinzu erhalte, demnach auch ein Auto.
Den Argumenten des Iserlohner Arbeitslosen, das Fahrzeug müsse als Vermögen behandelt werden und sei über die Freibeträge geschützt, folgte weder die Arge, noch das Gericht. Zum Vermögen können nur jene Besitztümer gerechnet werden, die schon vor den Leistungszahlungen vorhanden waren und zur Verfügung standen.
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März 09, 2007
Wetten im Web 2.0-Zeitalter
Früher brachte man den Lottoschein in die Annahmestelle und tippte Zahlen. In Zeiten von Web 2.0 sind dem Wett-Spaß fast keine Grenzen mehr gesetzt. Experten sind sich einig: Onlinegaming und Onlinewetten zählen zu den größten Gewinnern im rasant wachsenden Internet. „BetWitch ist eine Online-Plattform für Wetten mit Inhalten, die von den Benutzern gestellt werden, also ein so genanntes Web 2.0 Konzept. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von User provided content“, sagte Helmut Sürtenich, Vorstand des Wettanbieters Stratega-Ost Beteiligungs AG, der in Kürze unter dem Namen Top-Wetten AG antreten wird. Das von Sürtenich geführte Düsseldorfer Unternehmen setzt voll auf den boomenden Online-Wettmarkt und hat daher 51 Prozent der BetWitch Ltd. mit Sitz in Santa Venera, Malta, erworben.
Bei BetWitch können Wetten aller Art erfasst werden. Bedingung ist nur, dass eine dritte Instanz den Ausgang des gewetteten Ereignis öffentlich dokumentiert. Das heißt konkret, dass darüber in Agentur-Nachrichten, Fernsehsendungen oder sonstigen Medienartikeln berichtet wird. „Ein BetWitch-Benutzer setzt Inhalt und Wettsumme, und wartet auf jemanden, der dagegen setzt. Realismus, Akzeptanz und Zuverlässigkeit regeln sich über Benutzerbewertungen, wie bei anderen Web 2.0 Anwendungen auch. BetWitch bietet damit mehr Freiheitsgrade und Phantasiespielraum als jede andere Wettplattform, sowohl was den Gegenstand als auch den Zeitpunkt der Wetten betrifft. Der Aufbau als Community erzeugt Bindungen zwischen den Benutzern und eine Art von Selbstmanagement“, erläutert Sürtenich.
BetWitch verfügt schon zum Launch über verschiedene Sprachmodule und ist somit weltweit verfügbar. Dank des ausschließlichen Online-Modells ist BetWitch praktisch ohne Grenzen skalierbar. Der Kostenaufwand fällt marginal aus. Die Gebühren, die für den Benutzer pro Wette anfallen, sind gering, die Zahlungsströme erfolgen elektronisch bei höchsten Sicherheitsstandards. „Entwickelt wurde das Konzept von einem hochspezialisierten Unternehmen für Internet-Software und Internet-Dienstleistungen. BetWitch besitzt und kontrolliert den Sourcecode der Online-Plattform. Bei diesem Geschäftsabschluss konnte ich mir meine über 20-jährige Erfahrung in der Informations- und Telekommunikationsbranche sehr zunutze machen“, so der Stratega-Ost-Vorstand.
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März 02, 2007
Neues Gutachten: Staatsmonopol für Sportwetten ist verfassungswidrig
Das im Glücksspiel-Staatsvertrag vorgesehene Staatsmonopol für Sportwetten ist mit der im Grundgesetz garantierten Berufsfreiheit unvereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt ein von DFB und DFL in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten.
Zu dieser Bewertung kommt ein umfangreiches Rechtsgutachten, das Prof. Rupert Scholz (Berlin) und Prof. Clemens Weidemann (Stuttgart) für den Deutschen Fußball-Bund und die Deutsche Fußball-Liga erstellt haben. Mit dem neuen Staatsvertrag würden Kommerzielle komplett vom Markt gedrängt, rügen die beiden Rechtswissenschaftler. Dabei seien die privaten Anbieter von Sportwetten und die gewerblichen Vermittler von Glückspielen durch die im Artikel 12 des Grundgesetzes verankerte Berufs- und Gewerbefreiheit geschützt. Mit ihrem Beruf und Gewerbe ständen sie unter speziellem Schutz unserer Verfassung. Weiter heißt es: Überdies verletze der Entwurf des neuen Lotterie- Staatsvertrags auch die Grundrechte von Fußball-Vereinen der 1. und 2. Bundesliga sowie anderer Vereine des Amateur- und Profisports. Der Staatsvertrag greife verfassungswidrig in das Recht der Sportveranstalter auf wirtschaftliche Verwertung ihrer beruflich-gewerblichen Leistung ein, wenn er diesen wettwirtschaftliche Verwertungsmöglichkeiten entziehe und den gesamten Wettbetrieb einem staatlichen Monopolsystem unterstelle, „ohne dass die staatlichen Anbieter im Gegenzug verpflichtet werden, den Vereinen und Sportveranstaltern den wirtschaftlichen Nutzen ihrer privatwirtschaftlich erbrachten Leistungen zu vergüten“.
Es sei ebenso eine Beschränkung der freien Berufsausübung, den Vertrieb von Sportwetten und anderer Glücksspiele über das Internet zu verbieten. Zudem rügen die beiden Rechtswissenschaftler eine Verletzung des EG-Vertrages, weil es in Deutschland keine Gesamtstrategie gebe, Glücksspieltätigkeiten zu begrenzen. Der Bund erwäge bei seiner Zuständigkeit für die Pferdewetten und den Betrieb von Glücksspielautomaten kein „Verwaltungsmonopol“, sondern überlasse die Aktivitäten weiterhin dem Markt. Die DDR- Sportwettenerlaubnisse sind laut Gutachten für die Unternehmen BWIN, INTERWETTEN, SPORTWETTEN GERA und DIGIBET, die diese Lizenzen erworben haben, weiterhin bundesweit wirksam.
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Januar 23, 2007
Gewinnspiele im Web
Wer einmal die Erfahrung gemacht hat, nach Preisgabe seiner Emailadresse im Internet den Posteingang voll bis zum Rand mit sogenannten "Spam" Mails zu finden, der überlegt es sich fortan zweimal, ob er seine Adresse noch einmal preis gibt. Spam Mails sind nicht nur nervig und blockieren den Platz im Posteingang, sie enthalten auch nicht selten Viren und ähnliches, mit denen man noch lange Ärger hat. Dies ist vermutlich auch einer der Gründe dafür, dass viele Leute Internet-Gewinnspielen sehr skeptisch gegenüber stehen. Dabei stehen die Chancen bei einem Gewinnspiel im Web etwas zu gewinnen erheblich höher als bei den meisten Postkartengewinnspielen, da die Teilnehmerzahl erheblich geringer ist. Es kommt im Grunde nur darauf an, genau hinzuschauen und zu lesen, was im Kleingedruckten steht. Man sollte sich zum Beispiel vor Gewinnspielen in Acht nehmen, welche nicht auf deren allgemeine Geschäftsbedingungen hinweisen. Diese sollte man immer und in jedem Falle ausführlich lesen, denn falls die Emailadresse weitergegeben wird, muss es in den AGBs ausdrücklich vermerkt sein. Fernerhin hat man für gewöhnlich bei seriösen Veranstaltern immer die Möglichkeit die Weitergabe seiner persönlichen Daten abzulehnen und trotzdem an dem betreffenden Gewinnspiel teilzunehmen. Misstrauisch werden sollten Sie bei Gewinnspielen, bei denen schon bei der Teilnahme nach Ihren Kontodaten und/oder nach Passwörtern gefragt wird. Geben Sie niemals irgendeines Ihrer Passwörter preis! Ein seriöser Anbieter wird dies nie verlangen, und so etwas darf nie die Vorraussetzung füe die Teilnahme an einem Gewinnspiel sein!
Allgemein ist es immer ratsam sich auch mal nach kleineren Gewinnspielen umzuschauen, denn gerade bei diesen sind die Gewinnchancen enorm hoch, da die Anzahl der Mitspieler sich oft in Grenzen hält. Ist es also nicht gerade OTTO oder Neckermann, bei denen übrigens trotz Größe des Unternehmens die Gewinnchancen im Internet immer noch höher sind als bei Postkartengewinnspielen, ist es gewiss ratsam zweimal hinzuschauen, ob der Anbieter seriös ist. Ist dies der Fall, kann man auf ungeahnt einfache Weise fantastische Gewinne abstauben. Die Vielzahl der verschiedenen Gewinnspiele gerade bei kleinen Unternehmen ist nahezu unbeschränkt.
Hilfreich, wenn man nicht weiß wo man suchen muss, ist es mal bei einer Internet Suchmaschine einfach nach Gewinnspielen zu fahnden, denn oft gibt es ganze Seiten, die oftmals sogar kostenlose Gewinnspiele gesammelt anzeigen und nach Themen sortieren. Soll es das Traumauto sein oder das Eigenheim? Bargeld oder eine neue Kaffeemaschine? Gesammelt auf einen Blick sortiert und mit einem Mausklick erreichbar. Viele solcher Sammelstellen garantieren auch eine Seriösität der Gewinnspiele, für die sie werben. Suchen lohnt sich! Bundesweit gibt es unzählige Gewinnspiele, die man mit etwas Engagement leicht im Internet finden kann, und bei denen die Chancen auf einen Gewinn enorm hoch sind. Halten Sie die Augen offen und gehen Sie im Web stöbern, Sie werden überrascht sein, was man alles gewinnen kann. Und mit genauem Hinsehen und etwas Erfahrung schafft man es ganz leicht, die schwarzen Schafe von den seriösen Anbietern zu unterscheiden. Und nicht selten erhält man von einem Gewinnspiel, bei dem man einmal mitgemacht hat auf Wunsch auch weiterhin Tipps und neue Angebote, bei denen sich ein paar Minuten Zeit zum Ansehen ganz gewiss lohnen werden!
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Dezember 26, 2006
Gewinner der spanischen Weihnachtslotterie El Gordo stehen fest
Die Ortschaft Almazán in der nordspanischen Provinz Soria ist seit Freitag das Epizentrum des Glücks. Spaniens Weihnachtslotterie hat das 6000-Seelen-Nest um 375 Millionen Euro reicher gemacht und damit einen Grossteil des satten Hauptgewinns von 540 Millionen Euro auf das mittelalterliche Dorf niederregnen lassen. Jubelnd fielen sich die Einwohner in der Metzgerei und in der Lottoannahmestelle um den Hals, dort, wo ein Grossteil der Lose mit der siegreichen Nummer 20 297 verkauft worden war. Der Rest des Hauptgewinns ging nach Sevilla, Alicante, Vitoria und Madrid.
Die Gewinner hatten, so wie die meisten Spanier, in der Regel Zehntellose für 20 Euro gekauft. Ein ganzes Los für 200 Euro kann sich kaum jemand leisten, geschweige denn eine ganze Serie mit der gleichen Zahl, die horrende 38 000 Euro kostet und in Bündeln abgegeben wird. Ein Zehntellos mit der richtigen Zahl brachte dieses Jahr aber immerhin den schönen Gewinn von 300 000 Euro. Da man sich die Lose meist teilt, trifft das Glück später eben auch nicht Einzelpersonen, sondern ganze Vereine, Firmen oder Dörfer.
Schon im August wird Spanien vom Lotteriefieber erfasst. Dann nämlich fällt der Startschuss zum Losverkauf. Sofort beginnt überall in den Bars und den Büros ein aufgeregtes Spekulieren um die diesjährige Gewinnzahl. Viele Tipp-Spezialisten lassen sich vom Aberglauben inspirieren: Geburts- und Todesdaten, menschliche Höhenflüge oder Tiefschläge sind dabei besonders beliebte Ideengeber. So hatten Formel-1-Fans diesmal auf die Losnummer 22 106 gesetzt, nachdem ihr Idol Fernando Alonso am 22. Oktober seinen Weltmeistertitel verteidigen konnte. Die Königstreuen im Land schworen dagegen auf die 31 105, schliesslich ist der 3. November 2005 der Geburtstag von Leonor, der Tochter von Kronprinz Felipe und Prinzessin Letizia.
Andere Spielwütige aber verlassen sich lieber auf die spanische Geographie und auf die «todsicheren» Verkaufsstellen im Land. Wohl dem, der da gute Kontakte hat. Zum Beispiel nach Sort, einem verschlafenen Dörfchen mitten in den Pyrenäen. «Sort» bedeutet im Katalanischen Glück, und in der Tat war das Glück diesem Ort schon etliche Male hold. In zehn Jahren wurde dort immerhin fünfmal der Hauptgewinn ausgegeben. Sort ist inzwischen längst zu einem der Wallfahrtsorte für Lotto-Glücksritter geworden. Die decken dann meist die ganze Firma, den Turnverein oder einfach nur die Familie mit Losen ein. Wer mit einem solchen Mitbringsel bedacht wird, darf sich glücklich schätzen. Wer leer ausgeht, pflegt mitunter zornig zu reagieren. Die Weihnachtslotterie kann Freundschaften zerbrechen und Arbeitsverhältnisse trüben.Inzwischen ist ein Teil der Los-Pilger aufs Internet umgestiegen. Davon hat vor allem die Verkaufsstelle von Sort mit dem verheissungsvollen Namen «Goldhexe» profitiert. Der Besitzer Xavier Gabriel macht atemberaubende Geschäfte und ist heute der erfolgreichste Losverkäufer in ganz Spanien. Allein für die Weihnachtslotterie bringt er gut vier Millionen Zehntellose unters Volk. Drei Viertel davon vertreibt er übers Internet. Kein Wunder, dass die Losnummern aus Sort in den letzten Jahren erfolgreich waren.
Diesmal aber machte man im Pyrenäendorf lange Gesichter, denn weder Sort noch die anderen als unfehlbar gehandelten Verkaufsstellen brachten den ersehnten Millionensegen. Überall dort aber, wo der Hauptpreis, der berühmte «Gordo», der Dicke, einschlägt, schiessen sogleich auch die Immobilienpreise in die Höhe: Wer keine Eigentumswohnung hat, der kauft sich jetzt eine, und wer schon eine besitzt, will natürlich eine grössere. Entsprechend lecken sich jedes Jahr auch die örtlichen Vermögensberater und Autohändler die Finger, sie wittern hinter dem Gordo ihr grosses Geschäft.Angefangen hat alles einmal vor mehr als 200 Jahren. König Carlos III. war es, der die Weihnachtslotterie 1763 ins Leben rief, um die leeren Staatskassen zu füllen. Seit 1812 findet die Verlosung am 22. Dezember nach dem immergleichen Zeremoniell statt: Zwei Kinder der Madrider Waisenschule San Ildefonso ziehen aus zwei Goldtrommeln jeweils eine Holzkugel. Die eine enthält die Glückszahl, die andere die Höhe der Gewinnsumme.
Volle 70 Prozent der Einsätze werden ausgeschüttet. Die restlichen 30 Prozent entfallen für Kommissionen der Verkäufer sowie Verwaltungskosten, und sie kommen natürlich auch dem Steueramt zugute. So verdient der Staat bis heute mächtig am Lieblingslaster seiner Bürger. Allein in diesem Jahr fliessen auf diese Weise 660 Millionen Euro in die Haushaltskasse.
Dezember 26, 2006 in Lotto & Co. | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)